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«Rakete» – seit 40 Jahren ein Glacé-Dauerbrenner

 

Am 20. Juli 1969 war die Sensation perfekt: Zum erstenmal betrat ein Mensch den Mond. Bei der Frisco in Rorschach wurde damals die «Rakete» gezündet.

Nathalie Grand/sda

Rorschach. «Die <Rakete> ist auch nach 40 Jahren ein Glace-Dauerbrenner, ein Top-Leader-Produkt», sagt Nestlé-Brand-Manager Reto Lüchinger. Glace-Liebhaber wünschten vermehrt Natürlichkeit und hochwertigen Genuss. Auch dieser Trend kann der «Rakete» nichts anhaben: 12 Millionen «Raketen» werden jährlich in der Glacefabrik Frisco Rorschach, einer Nestlé-Suisse-Division, produziert.

Glacepioniere am Bodensee

Frisco gehört zu den Glacepionieren. 1960 wurde am Bodensee mit der Produktion von Eiscrème begonnen. Mehrere bekannte Glaceprodukte wurden von den Frisco-Confiseuren erfunden.

Apollo-Flüge als Zündung

Die «Rakete» wurde 1969 aus Anlass der Apollo-Flüge und der Mondlandung eingeführt. 1980 erfand man in Rorschach den «Pralinato»-Lutscher. Die Kunst war, den Schokoladenkern in die Glace zu bringen.

Bei den Kindern ist die Wasserglace mit der Schokoladenspitze die unbestrittene Nummer eins. «Aber auch Erwachsene lieben die <Rakete>, weil sie damit aufgewachsen sind», sagt Lüchinger, obwohl sich der Preis seit der Lancierung mehr als verdreifacht habe.

Die «Rakete» ist auch in Stückzahlen die Meistverkaufte von Frisco. Zwei Drittel aller «Raketen» werden in den Sommermonaten Mai bis August abgesetzt – kein Badi-Besuch ohne das erfrischende Eis am Stil.

Gleiche Rezeptur

Die Glaceplakate an den Kiosken und in den Schwimmbädern sehen jedes Jahr anders aus. Es gibt Eissorten, die verschwinden nach kurzer Zeit wieder vom Markt; nicht so die «Rakete». Nur die Verpackung wurde der heutigen Zeit angepasst. An der Rezeptur – es gibt die «Rakete» in Ananas- und Orangengeschmack – hält Frisco fest.

Schweizer Beauty

Auch im Ausland wird die «Rakete» erfolgreich vertrieben. «Sie ist und bleibt jedoch eine Schweizer Beauty», sagt Lüchinger.

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